Aktiv gemanagte Fonds- ein sicherer Weg, sein Geld hart für sich ‚arbeiten‘ zu lassen

Aktiv gemanagte Fonds

Ein sicherer Weg, sein Geld hart für sich 'arbeiten' zu lassen

Wer sein Geld anlegen möchte, hat mit Fonds eine sehr gute Möglichkeit dazu. Welche Anlagearten sich eignen und auf was beim Aufbau eines erfolgreichen Portfolios geachtet werden muss, erklären wir hier ausführlich. Auch geben wir Tipps, welche Fonds derzeit beliebt und erfolgreich sind. Zudem erhalten Sie eine Übersicht, über aktiv gemanagte Fonds und über ETFs (passive Fonds). Somit kann sich jeder ein Bild machen und für sich den individuellen Weg gehen, um die zu ihm/ihr passenden Fonds zu finden.

1. Welche Geldanlagen sind sinnvoll und lukrativ?

Es gibt natürlich verschiedene Möglichkeiten sein Geld anzulegen. Neben Tages- oder Festgeld, die leider so gut wie keine Zinsen mehr bringen, eignen sich Fonds besonders gut. Doch auch hier muss selbstverständlich geschaut werden, ob die Anlage mittel- oder langfristig ausgerichtet sein soll. Vor allem, wer schon einige Anlageformen, wie etwa die klassische Riester-Rente oder Immobilien besitzt, sucht sicherlich nach weiteren Alternativen. Nun gäbe es die Möglichkeit sein Geld beispielsweise in Gold anzulegen. Gold schwankt zwar stark in den letzten Jahren, wird aber nie seinen Wert als generelles Zahlungsmittel verlieren. Doch derzeit ist es wohl eher nicht empfehlenswert, sein Geld in Gold anzulegen, da der Goldpreis mittlerweile auf einem recht hohen Niveau liegt.

Auch Aktien sind derzeit sehr beliebt. Insbesondere in der Corona Krise, in der es am Aktienmarkt zunächst steil bergab ging, investierten viele Anleger antizyklisch in Aktien. Sie haben natürlich den Vorteil, dass man durch steigende Kurse Gewinne erzielen kann. Doch auch langfristig bringen Aktien deutlich mehr als Sparbücher oder Festgeld. Weiterhin schütten viele Aktienunternehmen Dividenden aus. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Aktienmarkt sehr flexibel und die Auswahl an Werten besonders groß ist.

Nachteile sind jedoch, dass in Krisenzeiten ein Verlust möglich ist und auch die Rendite stark schwankt. Dennoch überwiegen die Vorteile bei Aktien deutlich. Dabei können aktive gemanagte Aktienfonds beispielsweise eine Alternative sein, wenn das Grundwissen fehlt und sich der Anleger nicht wirklich damit beschäftigen möchte. Auch eine passive ETF-Strategie ist ein recht einfacher Weg, in die vielen Aktien zu investieren, ohne dass zu viel Zeit dafür aufgebracht werden muss. Im Grunde muss jeder für sich entscheiden, welche Anlagestrategie die Beste ist.

Hier kommt es nicht nur auf das Anlagevermögen, sondern auch auf die Laufzeit, wie auch auf die angestrebte Rendite an. Auch der eigene Erfahrungsschatz und die persönliche Risikoneigung sind entscheidend. Für die meisten Investoren sind Fonds daher der sinnvollste Weg, um ihr Vermögen sicher anzulegen.

2. Was sind aktiv gemanagte Fonds?

Aktiv gemanagte Fonds zählen zu den Investmentfonds. Bei diesen Fonds entscheidet der Fondsmanager, welche Wertpapiere ge- oder verkauft werden, um die bestmögliche Rendite für den Anleger zu erreichen. Allerdings haben aktiv gemanagte Fonds höhere Kosten. Dies liegt daran, dass der Verwaltungsaufwand deutlich höher ist. Dabei muss der Fondsmanager sehr zeitaufwendige Analysen durchführen, damit der Fonds die richtigen Investitionswerte identifiziert. Weiterhin fallen Transaktionskosten an, die allerdings nicht besonders hoch sind. Um zu sehen, ob der Fonds erfolgreich ist, können die Anleger gegenüber dem Vergleichsindex sehen, wie der Fonds dabei in Relation abschneidet. Dieser Vergleichsindex (z.B. DAX, Dow Jones, MSCI World) ist unter dem Begriff “Benchmark” bekannt. Ein aktiv gemanagter Fonds hat den Vorteil, dass die Chancen auf eine höhere Rendite steigen, da dieser aktiv betreut wird. Einer oder mehrere Fondsmanager kümmern sich aufwendig darum, den Fonds so erfolgreich wie möglich zu machen. Dies bedeutet eben auch, dass man selbst als Anleger nicht über eigene Fondskenntnisse verfügen muss. Nachteil aktiv gemanagter Fonds sind die anfallenden Verwaltungs- und Transaktionskosten. Auch kann nicht selbst in die Auswahl der Wertpapiere eingegriffen werden. Diese Auswahl muss komplett dem Fondsmanager überlassen werden

Vorteile

  • Chance auf höhere Renditen
  • Fondsmanager kümmert sich
  • Keine eigenen Fondskenntnisse nötig

Nachteile

  • Verwaltungskosten
  • Transaktionskosten
  • Keine eigene Auswahl an Wertpapieren möglich

Was sind passive gemanagte Fonds (ETFs)?

Passive Fonds werden praktisch einmal vom Anleger ausgewählt, gekauft und dann langfristig gehalten. In der Regel werden damit Indizes (z.B. DAX, Dow Jones, MSCI World) nachgebildet. ETFs sind passive Fonds. Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds. ETFs haben den Vorteil, dass sie es ermöglichen, kostengünstig in die Märkte zu investieren. Der Unterschied zwischen einem aktiv gemanagten oder passsiven Fonds ist somit ganz einfach erklärt. Bei einem aktiv gemanagten Fonds sind die Fondsmanager dafür zuständig den Investmentfonds zum Erfolg zu führen. Ziel eines aktiven Fonds ist es über den Mehreinsatz den Vergleichsindex deutlich zu schlagen und so ein besseres Ergebnis als bei einem passiven Fonds für die Anleger zu erzielen! Der Vorteil der passiven gemanagten Fonds ist, dass sie einfach aufgebaut und deutlich kostengünstiger als aktiv gemanagte Fonds sind. Zudem entspricht ihre Kursentwicklung dem Vergleichsindex und ist somit aktuell und transparent. Somit liegt der Nachteil klar auf der Hand – er wird nie seinen Index schlagen. Allerdings wird er auch nicht schlechter abschneiden. Er ist relativ günstig, da die Verwaltungsgebühren meist weniger als 0,5 % p.a. betragen. Betrachten wir die Verwaltungsgebühren also ganz genau, so muss jeder passive Fonds (ETF- Fonds) – nach Kosten – leicht schlechter als der Vergleichsindex abschneiden. (z.B eben -0,5 % p.a., wenn das den Gebühren entspricht)

Passiver Fonds

  • einmal ausgewählt, gekauft und langfristig gehalten
  • Indizes werden nachgebildet
  • investieren kostengünstig in Märkte

Aktiv gemanagte Fonds

  • Fondsmanager sorgen für Erfolg
  • Ziel: Vergleichsindex zu schlagen

4. Sind aktive oder passive Fonds besser?

Aktive Anlagefonds und ETFs haben viele Gemeinsamkeiten, aber auch einen großen Unterschied. Während ETFs die Rendite des Vergleichsindex so genau wie möglich abbilden möchten, wollen die aktiven Fonds diesen übertreffen. Doch welche der beiden Möglichkeiten ist besser? Dies möchten wir nachfolgend einfach erklären, damit Sie sich ein Bild machen können und die Entscheidung leichter fällt.

Wie gut sind aktiv gemanagte Fonds wirklich?

Aktiv gemanagte Fonds sind, wenn sie erfolgreich sind, deutlich gewinnversprechender. Allerdings kann (und will) der Anleger nicht selbst in das Geschehen eingreifen und überlässt den An- und Verkauf der investierten Werte dem Fondsmanager. Dies bedeutet, dass der Anleger selbst nicht zwingend viel über Fonds und Aktien wissen muss, um in einen aktiv gemanagten Fonds anzulegen. Insbesondere für Einsteiger kann dies von Vorteil sein, wenn sie einen seriösen und guten Fondsmanager an ihrer Seite haben.

Aktiver Fonds vs. ETF: Wer gewinnt das Rendite-Duell?

Während Fondsmanager weltweit rund 41 Billionen Euro in aktiven Fonds verwalten, sind es bei ETFs nur ein wenig mehr als vier Billionen Euro, also weniger als 9%. Doch das heißt nichts. In einer Auswertung wurde dies nun untersucht. Dabei galt die Bedingung, dass mindestens fünf aktive Fonds und fünf ETFs mit einer Fünfjahres-Historie verfügbar sein mussten. Für beide Fondsarten wurde dann die durchschnittliche Rendite in diesen fünf Jahren berechnet. In der Kategorie der europäischen Rentenfonds beispielsweise liegen die ETFs um rund acht Prozentpunkte vor den aktiven Fonds. Insbesondere bei den ETFs setzen die Anleger dabei auf lange Laufzeiten. In den letzten fünf Jahren waren hier ganze 48 % Rendite möglich. Dennoch setzen die aktiven Fondsmanager nicht auf diese Anleihen, da im Falle eines Zinsanstieges dieser Anleihen erhebliche Kursverluste drohen würden. Allerdings muss auch gesagt werden, dass in Europa der Anstieg der Zinsen eher unwahrscheinlich ist – zumindest derzeit. Sollten dennoch die Zinsen steigen, dann haben ETFs jedoch ein massives Problem. Sie dürften dann deutlich stärker leiden als die aktiv gemanagten Fonds. Bei diesen wird nämlich eher auf kurze Laufzeiten gesetzt. Bis jetzt ist es so, dass ETFs in diesem Segment wesentlich besser abschneiden. Natürlich gibt es auch immer wieder Manager, die außergewöhnliche Ergebnisse erzielen, diese sind aber äußerst selten. Somit sind ETFs hier bisher die bessere Lösung gewesen, da es im Moment nicht so aussieht, dass die Zinsen erhöht werden. Seit der Coronakrise schon gar nicht. Wer jedoch einen aktiv gemanagten Rentenfonds ausfindig macht, dessen Kosten sich im Rahmen halten, sollte nun eher auf diesen zurückgreifen.

Von Experten lernen | Faktor-ETFs

Faktor-ETFs bilden praktisch neuartige künstliche Indizes ab und werden von großen Index-Firmen angeboten. Sie stellen die Weiterentwicklung der passiven Fonds (ETFs) dar.

Dabei merzen sie die Schwachstellen der klassischen Indizes aus. Ein Faktor beschreibt beispielsweise, nach welchen Kriterien die Aktiengesellschaft in den Index aufgenommen wurde. Doch auch, zu welchem Anteil sie gewichtet werden können, beschreibt dieser Faktor. Mit diesen Faktoren wird dann versucht, trotz einer passiven ETF-Struktur langfristig gesehen eine Zusatzrendite zum Gesamtmarkt zu ermöglichen.

Diese Zusatzrendite wird auch Faktorprämie genannt. Für Anleger ist jedoch eine Kombination aus klassischen und faktorbasierten Indizes empfehlenswert. Faktorprämien sind empirisch belegt und lassen sich über einen langen Zeitraum nachweisen. Zudem können sie als Kompensierung für eingegangene Risiken dienen und lassen sich außerdem durch irrationale Verhaltensweisen von Investoren begründen.

Doch Vorsicht, Faktorprämien können auch negativ ausfallen! Vor allem in kürzeren Perioden, weshalb eine langfristige Anlage unabdingbar ist. Bis zum heutigen Tag sind über 300 verschiedene Faktoren (wie Value, Growth, Dividend etc.) beschrieben worden, weshalb sich Anleger sehr gut überlegen müssen, in welche davon investiert werden soll.

Es ist selbstverständlich, dass die gewählten Faktoren immer intuitiv oder ökonomisch begründbar sein müssen. Wer daran interessiert ist, sollte in ETFs oder Indexfonds mit Faktorindizes investieren. Von diesen Faktor-ETFs sind immer mehr im Handel und es dürfte nicht schwer sein, hier das Passende zu finden.

Was sind die Nachteile von ETFs?

ETFs haben zwar die Börse revolutioniert, aber dies heißt noch lange nicht, dass es keine Nachteile gibt. Denn wo Licht ist, ist auch Schatten. Hier möchten wir kurz einige Nachteile von ETFs aufzeigen, um zu sehen, warum ETFs keine Wunderwaffe sind.

Ein sehr gravierender ETF Nachteil ist , dass die Märkte durch passives Investieren volatiler werden. Dies bedeutet, dass beim Kursverfall viele die ETF verkaufen, somit das Angebot steigt und gleichzeitig auch die Preise fallen. Wenn sich ein Index im freien Fall befindet, was ja häufig bei Krisen und schlechten Nachrichten der Fall ist, befinden wir uns in einer Abwärtsspirale.

Der Anleger ist in diesem Fall zu einer schwierigen Entscheidung gezwungen: Das ganze Aussitzen und die Verluste weiter laufen lassen? Doch dann geht es vielleicht noch weiter nach unten ? Oder den Fonds zu einem möglicherweise schlechten Zeitpunkt verkaufen, um die Verluste zu begrenzen? Sich dann ärgern, wenn man nahezu den Tiefststand der Kurse für diese Verkaufs-Entscheidung getroffen hat und es danach an der Börse wieder mit Volldampf nach oben geht!

Bei aktiv gemanageten Fonds kümmert sich hierum ein erfahrener Fondsmanager oder Sie investieren gleich in einen Fonds mit einer “Reißleinen-Strategie”, der für solche Fälle ein – in der Vergangenheit schon erprobtes – funktionierendes Konzept hat, wie z.B. die Trend 200 Strategie der Patriarch.

5. Das sind die besten aktiven Fonds

Natürlich gibt es jede Menge verschiedener Fonds und es ist nicht immer einfach, sich durch den Dschungel zu kämpfen. Vor allem für Einsteiger kann das wirklich schwierig werden. Daher möchten wir hier ein paar Fonds aufzeigen, die sehr erfolgreich sind, um den Einstieg zu erleichtern.
 

6. Wie kann ich am effizientesten ein Portfolio aufbauen?

Wer ein Portfolio aufbauen möchte, macht leider gerade zu Beginn oft viele Fehler. Um diese zu vermeiden, hier ein paar Tipps, wie ein erfolgreiches Portfolio effizient aufgebaut werden kann. Dabei kommt es natürlich auf viele Faktoren an, die sehr individuell sind. Das sollte dabei nicht vergessen werden. Denn im Grunde gibt es für jeden ein individuelles Portfolio. Viele Anleger setzen zu Beginn einfach nur auf die Fonds, deren Manager aktuell sehr gut abschneiden. Doch diese Auswahl ist nicht immer willkürlich ausreichend. Es gibt verschiedene Faktoren, die zentral sind und unbedingt beim Aufbau des Portfolios zuvor beachtet werden müssen.

Risikobereit oder nicht?

Jeder Anleger sollte zuerst prüfen, welches Risiko er in Kauf nehmen möchte. Somit ist die Auswahl der Wertpapiere darüber schon eingeschränkt. Zudem ist es wichtig, ausgewogen anzulegen und nicht nur eine einzige Anlageart zu priorisieren. Denn dies kann schnell zu einem Wertverlust für das gesamte Portfolio werden.

Börsenbild mit Frau

Indexanlagen (ETFs)

Anleger können mit Indexanlagen einen breiten Aktienkorb eingehen. Dabei können sie bei ETFs beispielsweise in über 1.500 Unternehmen aus 23 Ländern (MSCi World) und vielen verschiedenen Sektoren investieren. Indexanlagen sind zudem eine einfache und transparente Möglichkeit, um auch das Risikomanagement im Griff zu behalten.

7. Sind aktiv gemanagte Fonds der beste Weg?

Auch wenn ETFs die Börse revolutioniert haben und mittlerweile sehr beliebt sind, gibt es doch viele Nachteile, die jeder Anleger im Blick haben sollte. Auch wenn aktiv gemanagte Fonds etwas teurer sind, sind sie doch der beste Weg um sein Vermögen mit einer guten Rendite zu vermehren.

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