Investmentfonds steigen zurzeit deutlich in ihrer Popularität. Auch die Zahlen des BVI (Bundesverband Investment und Asset Management) zeigen, dass der Absatz deutlich gestiegen ist. So mancher Marktbeobachter wird sich daher sicherlich fragen, woran das liegen könnte.
Es sind viele Gründe, die die Beliebtheit von Investmentfonds derzeit forcieren. Das Nullzinsniveau und der aktuelle Anlagenotstand bei den Anlegern sind sicherlich zwei entscheidende Faktoren. Aber auch die jederzeitige Liquidität und die häufig attraktive Ausschüttungshöhe von Investmentfonds sollte man bei der Entscheidungsfindung der Anleger nicht unterschätzen.

Investmentfonds im Vergleich zu anderen Anlageformen

Ein Potentialbereich für Investmentfonds kommt aus dem Umbruch in der Lebens- und Rentenversicherungswelt. Die klassische Deckungsstockpolice mit (noch) 0,9% p.a. Garantiezins ist quasi vom Markt verschwunden. Indexpolicen als auserkorene Heilsbringer der Versicherungsbranche haben in den letzten Jahren von der Renditeseite her eher schwer enttäuscht. Nur wer solche pfiffigen fondsgebundenen Optionen, wie die A&A Superfonds-Police oder die HDI Two Trust Invest „Best of Patriarch“ entdeckt, wird in Zukunft im Versicherungsbereich weiterhin lukrative Gewinne garniert mit reichlich staatlichen Förderungen einstreichen können.

In diesem Verdrängungswettbewerb tut sich somit ein breites Feld für den Investmentfonds auf. Aber auch erhebliche Enttäuschungen aus dem Segment der unternehmerischen Beteiligungen (Schiffe, Container, US-Lebensversicherungen, Immobilien, Private Equity, Filmfonds etc.) in der Vergangenheit, lenken das Interesse der Anleger verständlicher Weise wieder zum Investmentfonds als liquide und verlässliche Alternative zurück.

Aus Beratersicht kommen noch weitere Aspekte hinzu

Für Finanzvertriebe sind über das vorstehend Beschriebene andere Einnahmequellen über die Jahre hinweg weggebrochen. Das Beteiligungsgeschäft läuft eben nicht mehr gut und beim Versicherungsgeschäft wurde zusätzlich gesetzlich durch das LVRG (Lebensversicherungsreformgesetz) die Abschlussprovision um knapp 25% gekürzt (wenn man die Stornohaftungszeit von 5 Jahren nicht verlängert haben will)!
Dadurch suchen die Finanzvertriebe natürlich händeringend nach anderen Einnahmequellen, die sie im Segment der Investmentfonds problemlos finden und generieren können.

Außerdem fand in den letzten Jahren ein technologischer Wandel im Investmentfonds-Bereich statt, der Vermittlern völlig neue Möglichkeiten bietet. So kann sich der bisherige Berater auch als lizenzfreier Tippgeber für einen favorisierten Robo-Advisor, wie beispielsweise „truevest“ (www.truevest.de ) dem Kunden gegenüber gegen Vergütung positionieren.

Weitere Argumente

Aber auch der „Sondervermögensstatus“ eines Investmentfonds als Insolvenzschutz vor einer potentiellen Depotbankpleite fällt für den Anleger, wie Berater, stark ins Gewicht. Umso mehr, wenn man mit anderen Anlageformen eben negative Erfahrungen gemacht hat.
Andere Alternativen wie Gold und Immobilien haben zwar einen guten Ruf, bieten jedoch keine laufenden Auszahlungsoptionen, wie Zins oder Dividenden, die gerade ältere Investoren oft sehr schätzen und favorisieren. Immobilien sind dazu noch illiquide, was ihre Attraktivität für manche Investoren damit deutlich reduziert.

Der Investmentfonds steht mit seiner jederzeitigen Transparenz und Verfügbarkeit dagegen natürlich sehr positiv dar. Und der Erwerb einer fondsgestützten Anlagelösung muss auch gar nicht aufwendig sein. Wer als Anleger, wie über „truevest“ (www.truevest.de ) einem Robo-Advisor vertraut, muss sich für den Abschluss via elektronischer Unterschrift und Videolegitimation zur papierlosen Depoteröffnung noch nicht einmal von seinem Sofa erheben. Moderner und einfacher geht es wohl kaum.

Erfolg macht attraktiv

Es ist kein Geheimnis, dass sich Erfolge gut verkaufen. Die meisten Fonds haben seit ihrer Auflage sehr gute Erfolge erzielen können, worunter sich sogar oft Renditen im zweistelligen Bereich in der Vergangenheit finden.
Durch das Niedrigzinsniveau gibt es ohnehin kaum Alternativen für den Anleger. Bei Festgeld und Sparbuch liegen die Renditen um den Nullpunkt, was nach Inflation regelmässiger und nachhaltiger Geldvernichtung für den Anleger entspricht. Der Investmentfonds kann dagegen nachweislich eine wesentlich höheres Vergangenheitsergebnis vorweisen, was für Anlegern natürlich viel attraktiver und lukrativer ist. Zusätzlich ist das Spektrum an verschiedenen Investmentfonds sehr facettenreich, sodass jeder Anleger das für ihn persönlich passende Produkt problemlos finden wird.

Die Risikobereitschaft der Anleger steigt momentan ebenfalls an. Dieses Bedürfnis ist ebenfalls gut mit Investmentfonds zu erfüllen, da es Fonds für jede Risikobereitschaft gibt. Fonds mit höherem Risiko, lassen dabei auch höhere Renditen in der Zukunft erwarten. Ein Aktienfonds beispielsweise hat dabei viel Potential, jedoch sollte darauf hingewiesen werden, dass ein solcher Fonds sich aufgrund seiner Schwankungsbreite nicht für Jedermann als Basisinvestment eignet. Für viele Investoren empfiehlt es sich, Aktienfonds eher als eine Art „Satellit / Beimischung“ rund um ein konservativeres Basisinvestment als Ergänzung zu nutzen. So etwas könnte z.B. ein Mischfonds oder Dachfonds oder auch eine Fondsvermögensverwaltung als Basisinvestment sein.

Last but not least ist natürlich die Grundkonzeption eines jeden Investmentfonds als großes Kapitalsammelbecken von Tausenden Investoren mit einer Interessengleichheit ein tolles Solidarkonzept. Welches es vielleicht in ähnlicher Form nur mit dem System einer Bausparkasse oder Genossenschaft vergleichbar ist. Das gibt vielen Anlegern einfach per se ein gutes Bauchgefühl sich in einer starken Gemeinschaft zu befinden.

Viele der Vorteile sind schon länger bekannt, doch in den letzten Jahren sind viele Anleger mutiger geworden. Der Anstieg des Interesses an Fonds ist völlig nachvollziehbar und auch logisch, wenn man die vorstehend erläuterten Aspekt berücksichtigt. Wir bei der Patriarch hatten bereits vor 3 Jahren als Titelthema unserer hauseigenen Zeitschrift hierauf mit Nachdruck hingewiesen  https://www.patriarch-fonds.de/files/170329_pat_performer_21_ds_1.pdf (Seite 14 – 19). Vielleicht waren wir damit einfach vor der Zeit.  Umso schöner nun aktuell zu beobachten, wie viele Kunden endlich ihre unnötige Scheu vor Investmentfonds langsam ablegen und sich vom Sparbuch verabschieden. Spät – aber besser spät, als nie!

Dirk Fischer

Geschäftsführer der Patriarch Multi-Manager GmbH

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