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FONDS ONLINE hat Dirk Fischer einige Fragen gestellt:

Sehen Sie infolge der Corona-Krise vermehrte Anfragen durch Vertriebspartner wie Banken und unabhängige Berater, falls ja, wo sehen Sie den größten Informationsbedarf?
Der Austausch mit unseren B2B-Kunden ist in der Krise natürlich besonders hoch. Der Fokus liegt auf aktuellen Vertriebsideen und sowie Argumentationshilfen, um durch das Corona-Umfeld verunsicherte Endkunden bestmöglich zu supporten.

Haben Sie für 2020 einen oder mehrere Vertriebsschwerpunkte festgelegt, falls ja, welche sind das?
Im Fondsbereich werden aufgrund der in Deutschland anstehenden FinVermV und der Bafin-Beaufsichtigung für die IFAs Fondsvermögensverwaltungslösungen der klare Schwerpunkt sein. Hier sind aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation Strategien mit Kursabsicherung nach unten besonders gefragt. Für die mutigeren antizyklischen Investoren und die verbliebenen Fondspicker ist die Nachfrage nach unseren favorisierten Aktienfonds groß. Im Versicherungsbereich setzen wir zu 100 Prozent auf unsere hauseigenen beliebten beiden Labelpolicenlösungen.

Hat sich Ihre Vertriebs- und Marketingplanung für 2020 infolge der Corona-Krise geändert, falls ja, in welcher Form?
Das dürfte wohl überall gleich sein. Eine Vielzahl von Präsenzveranstaltungen ist mittlerweile komplett durch Webinare für Vermittler und Endkunden ersetzt worden. Auch der Medienbereich mit all seinen verschiedenen Facetten erlebt als Multi-Channel-Lösung eine absolute Renaissance. Die ein oder andere geplante Produktneuauflage oder Kooperation haben wir aktuell zunächst einmal verschoben. 

Welche Produkte bzw. Strategien empfehlen Sie Vertriebspartnern für das aktuelle Marktumfeld?
Für defensive Kunden den Einstieg in eines unserer Trend-200-Timingkonzepte. Damit investiert der Anleger aktuell zunächst zu 100 Prozent in Cash ohne Verlustrisiko nach unten. Das hat bei vielen Kunden in Zeiten wie diesen oberste Priorität. Bei wieder nachhaltig steigenden Aktienkursen, wird der Investor jedoch automatisch in die Märkte zurückgedreht. Für mutigere, antizyklische Kapitalanleger empfehlen wir ein Bündel von bewährten Aktienfonds unseres Hauses.  

Wie kommen Sie im Marketing bzw. der Vertriebsbetreuung mit Heimarbeit zurecht?
Grundsätzlich ist Heimarbeit zunächst einmal nur für unseren Innendienst eine neue Erfahrung. Dort wird manchmal das Top-Equipment im stationären Büro vermisst, grundsätzlich funktioniert aber alles tadellos. Der Außendienst kannte die Situation ja bereits aus vielleicht 25 Prozent seiner bisherigen Tätigkeit. Nun sind es einfach vorübergehend 100 Prozent geworden. Somit ist die Umstellung dort eigentlich viel geringer. In Sachen Marketing ist die Situation sogar eher verbessert, denn alle Kunden sind aktuell erreichbar. Die Challenge ist eher hier durch die allgemeine Informationsflut durchzudringen.

 

Werden Sie Ihre Online-Betreuungskapazitäten (Video-Konferenzen, Webinare etc.) weiter ausbauen?
Das ist ja aus der Not heraus im Corona-Umfeld zwangsläufig schon geschehen. Das Learning daraus ist aber, dass sich die Welt in diesem Segment auch nach Corona nicht mehr ganz zurückdrehen wird. Viele werden dieses Segment sogar liebgewonnen haben, sodass Video-Konferenzen und Webinare auch in Zukunft einen deutlich höheren Fokus als zuvor behalten werden.

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